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Jan 14

Fakt 1: Nun, die Blogsospähre ist stetig am wachsen. Immer mehr Blogger bloggen über ihre Arbeit, ihren Arbeitgeber und ihrem Arbeitsgebiet. Mitarbeiter machen Marke. Mitarbeiterblogs werden zum Instrument für das Employer Branding.

Fakt 2: Kunden lesen IR-Informationen, Konkurrenz lesen PR-Artikel, Geschäftspartner lesen Testimonials. Die Zielgruppen lesen grundsätzlich das, was nicht für sie bestimmt ist. Sie lesen „fremd“.

Fakt 3: Als Marktforschung im Kleinen werden gerne die Zugriffe auf die Homepage ausgewertet. Wer war auf meine Seite? Wie lange? Was hat er gelesen. All diese Daten lasse sich aus den Logdateien ermitteln.

Folgerung: Die Zielgruppen recherchieren auch „fremd“. Bei ihrer Recherchearbeit stoßen sie notgedrungen auf Blogs. Häufig Mitarbeiterblogs.

Fallbeispiel: Zum Beispiel war ein (wahrscheinlich) Student, der bei der xxxxBank arbeitet (xxxxBank hat eine Standleitung und somit eine feste IP-Adresse) auf scill.de. Über Google und den Suchbegriffen „Diplomarbeit“ und „Web 2.0“ hat er ein paar Artikel auf scill.de gefunden. Einen Artikel hat er bei Del.icio.us/Mister Wong abgespeichert. Und schwubs habe ich seinen Namen. Über Mister Wong habe ich sein Rechercheverhalten analysiert. Es war kein Student. Es war ein potentieller Kunde.

Frage an Dich: Was meinst Du, was man rausbekommt, wenn man die Log-Dateien mehrerer Mitarbeiterblogs zusammenführt?

Weitere Artikel folgen…

Jan 8

Werbung in eigener Sache

Im ersten Quartal 2007 erscheint mein neues Buch Enterprise 2.0 - Web 2.0 im Unternehmen

Enterprise 2.0 - Web 2.0 im Unternehmen

Das Buch beleuchtet die Hintergründe des Hypes Web 2.0. Ursprünglich war Web 2.0 nur ein Name. Ein Name für eine Internet-Konferenz. Doch schnell erkannten Internet-Enthusiasten und die Medien die Wirksamkeit des Begriffes und schlachteten ihn bis heute aus. Obwohl die Bezeichnung aus meiner Sicht unglücklich gewählt ist, sollte man sich trotzdem mit Web 2.0 auseinander setzen. Warum greifen ausgerechnet jetzt uralte Ideen? Wiki? Gibt es seit 1996. Blog? Gibt es als Begriff seit 1995. Die Idee hinter Wiki und Blog gibt es seit Anbeginn des World Wide Webs. Siehe dazu auch meinen meistgelesensten Beitrag Web 2.0 Buzz Time bar oder den Wikipedia-Beitrag Kritik Web 2.0.

Lässt sich das emergente Phänomen der kollektiven Intelligenz und Kollaboration auf die Mitarbeiter übertragen? Kann man tatsächlich aus einer Belegschaft eine Web 2.0-Community machen?

Und was bringt das?

Das Buch beschäftigt sich mit solchen Fragen. Nicht alle Fragen lassen sich beantworten. Welche Fragen hast Du? Oder Antworten? Du kannst Beiträge in diesem oder in Deinem Blog kommentieren. Oder schreib einfach eine E-Mail an web20@scill.de.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Jan 3

Medium: video.google.com
Link: video.google.com

Jan 2

„Ist Wikipedia ein Blog?“ wurde mir neulich als Frage gestellt. Oder „Was ist den eigentlich der Unterschied zwischen einem Wiki und einem Blog?“. Vom unerfahrenen Internetlaien bis zum gestandenen ITlern - die Fragen wurden mir von den Leuten unabhängig ihres Wissensstandes und ihrer Internetaffinität gestellt.

Im 3. Kapitel meiner Diplomarbeit liste ich unterschiedliche Gattungen von Web-Applikationen auf: CMS, Wiki, Foren, Blogs, MashUps, und Webservices. Was ich nicht mache, ist eine knappe Gegenüberstellung. Das möchte ich für Blogs, Wikis und Foren gerne nachholen. Als Basis diente Wordpress, MediaWiki und phpBB. Diese Gegenüberstellung ist bewusst knapp gehalten und unvollständig. Nichtsdestotrotz sind Kommentare erlaubt und erwünscht. Fragestellen natürlich auch.

Organisation der Beiträge

Blog: Umgekehrt chronologisch, Verschlagwortung (Tagging) und Kategorisierung. Beiträge sind über einen Kalender, einer Tagcloud oder über seine Kategorisierung zu finden.
Wiki: Beiträge müssen selbständig mit anderen Beiträgen verknüpft werden. Verschlagwortung (Tagging) und Kategorisierung möglich und empfohlen, weil Wiki-Beiträge sonst im Nirvana verschwinden und nur noch über Volltextsuche auffindbar sind.
Forum: Es gibt Kategorien und Unterkategorien. Es gibt initiale Beiträge innerhalb einer Kategorie/Unterkategorie, an denen die Benutzer weiter Beiträge knüpfen können. Es entstehen verkettete, baumartige Strukturen.

Charakteristik der Beiträge

Blog: Der Blogger schreibt einen Beitrag und ändert ihn in der Regel nicht mehr. Weitere Benutzer können diesen Beitrag kommentieren. Über Trackbacks können andere Blogger diesen Beitrag zitieren. (Bissi knapp :-) )
Wiki: Der Autor schreibt einen Beitrag. Dieser Beitrag wird von anderen Autoren überarbeitet und verlinkt. Ein Wiki ist organisch. Es wächst und ändert sich ständig. (Im Idealfall)
Forum: Der Blogger schreibt einen Beitrag und ändert ihn in der Regel nicht mehr. (Nicht immer möglich). Weitere Benutzer können diesen Beitrag kommentieren.

Benutzergruppen

Blog: Blogger und kommentierende Leserschaft
Wiki: Gleichberechtigte Autoren, Registrierung nötig
Forum: Häufig geschlossene Benutzergruppe, Admins, Moderatoren, gleichberechtigte Autoren

Einsatzgebiete

Blog: Fortschrittkontrolle in Projekten, Changemanagement, Personal Branding, Marketing Instrument
Wiki: Wissensmanagement, Dokumentation von Projekten, FAQ, Help Desk
Forum: Fragen und Antworten, Wissensmanagement, Diskussionsplattform

Gemeinsamkeiten

Alle leben von der Teilnahme der Leserschaft und der Qualität der initialen Beiträgen.

Und je kontrollierter, desto langweiliger.

Dec 11

Und hier der ideale Ursache-Wirkung-Zusammenhang :-)
balanced scorecard

Dec 10

Für mich ist der Hype um Web 2.0 ein Weckruf an die verschlafene Internetgemeinschaft.

Weckruf Wake up call web 2.0

Nach der Einführung des Begriffs Web 2.0 Ende 2004 erlangten viele dieser Technologien, Gattungen der Web-Applikationen und gesellschaftlichen Phänomene eine hohe Aufmerksamkeit in den Medien. Wikis und Weblogs gibt es schon seit zehn Jahren, wurden jedoch kaum eingesetzt.

Unabhängig von Web 2.0 starteten zeitgleich einige Community-Plattformen mit ihren Diensten. Die folgende Abbildung zeigt die Seitenaufrufe einiger bekannter Web-Plattformen mit Web 2.0-Eigenschaften. Die Kurvenverläufe haben alle zwei Dinge gemeinsam. Sie haben alle ab 2005 bis heute einen nahezu exponentiellen Verlauf, flachen am Ende jedoch ab.

Es gibt derzeit keine empirische Untersuchung über den kausalen Zusammenhang zwischen der Begriffsentstehung Web 2.0 und dem Erfolg vieler Community-Plattformen.
Eine Frage bleibt daher offen: Verhalf der Hype um Web 2.0 den Community-Plattformen zum Brückenschlag über die Kluft zwischen dem frühen Markt und dem späten Markt im Technologielebenszyklus?

Weckruf Wake up call web 2.0

Kleiner Exkurs: Die Kluft im Technologielebenszyklus

Als Erweiterung des Produktlebenszyklus stellte im Jahr 1962 Everett M. Rogers in seinem Buch „Diffusion of Innovations“ ein Modell für die Übernahme neuer Technologien im Markt, den so genannten „Technology Adoption Life Cycle“ bzw. den Technologielebenszyklus vor. Das Buch erschien 1995 in der vierten Auflage. Rogers teilt den Zyklus in 5 Phasen ein :

  • Neuerer (Innovators)
  • Frühe Übernahme (Early Adopters)
  • Frühe Mehrheit (Early Majority)
  • Späte Mehrheit (Late Majority)
  • Nachzügler (Laggards)

Neue Technologien werden zunächst von den Neuerern angenommen. Sie haben Interesse und Spaß an neuen Technologien und keine Berührungsängste. Durch sie werden die ersten Anwender auf die Technologie aufmerksam. Die ersten Anwender erkennen neue Möglichkeiten, sich mit der neuen Technologie einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Sie treffen ihre Entscheidung aufgrund von Intuition und der Vision der Technologie. Hat sich die Technologie etabliert und sich als anhaltender Trend herausgestellt, wird die Technologie von der frühen Mehrheit angenommen. Die Technologie ist ausgereifter und birgt ein geringeres Risiko. Nachdem ein Großteil der Mitbewerber die Technologie einsetzt oder die Technologie sich zum Standard entwickelt hat, schließt sich die späte Mehrheit an. Das Risiko ist minimal und der Nutzen der Technologie hat sich bewährt. Als Letztes greifen Nachzügler zur neuen Technologie, wenn die Nutzung der alten Technologie aufgrund steigender Kosten unwirtschaftlich wird.

Im Jahr 1991 erweiterte Geoffrey Moore in seinem Buch „Crossing the Chasm“ den klassischen Technologielebenszyklus. Moore untersuchte, warum sich vielversprechende Technologien sich auf den Markt nicht bewährt haben . Er teilt den Markt in zwei zeitliche Abschnitte ein. Der erste Zeitabschnitt, der „frühe Markt“, setzt sich aus den Neuerern und ersten Anwendern zusammen. Der „späte Markt“ umfasst die nachkommenden Anwender. Moore sieht den Grund des Scheiterns einer neuen Technologie in den unterschiedlichen Bedürfnissen der Märkte und beschreibt diese als Kluft: „The chasm represents the gulf between two distinct marketplaces for technology products—the first, an early market dominated by early adopters and insiders who are quick to appreciate the nature and benefits of the new development, and the second a mainstream market representing ‚the rest of us,’ people who want the benefits of new technology but who do not want to ‚experience’ it in all its gory details. The transition between these two markets is anything but smooth.“

Nov 12

In seinem Blogbeitrag stellt Sven Kaulfuß die Frage Wo sind nur die Blogger hin? Wo sind sie geblieben?. Die Frage wird von Rober Basic beatwortet.
Cyberbloc: Mitarbeiter an Weblogs heranführen. Sven fordert die Leser zum Gedankenaustausch auf.
Gerne :-).

Der Einsatz von Web 2.0 stellt ein betriebswirtschaftliches Entscheidungsproblem dar:

  • Kann ein Problem mit Web 2.0 gelöst werden?
  • Wie kann ein Problem mit Web 2.0 gelöst werden?

Diese Fragen müssen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien bemessen werden. In der Praxis bedeutet das der Vergleich zwischen Kosten und Nutzen. Dabei werden die Unternehmen mit der Problematik konfrontiert, dass der Nutzen oft schwieriger zu ermitteln ist als die Kosten und der Wirkungszusammenhang zwischen Einsatz von IKT und der unternehmerischen Wertschöpfung nicht klar erkennbar ist. Krcmar fasst die Problematik in vier Punkte zusammen :

  • Geringe Kosten rechtfertigen nicht den Einsatz von IKT.
  • Der Nutzen von IKT ist qualitativer Natur und muss anders bewertet werden wie wertmäßige Kosten.
  • Je strategischer eine Investitionen in IKT ist, desto schlechter ist sie bewertbar
  • IKT unterstützt in der Regel unternehmensübergreifende Funktionen, dessen Wertschöpfung nicht auf den Markt veräußert wird.

Da konkrete Kosten-Nutzen-Daten fehlen, empfiehlt Krcmar den Einsatz von Balanced Scorecard: „Dabei werden Informationen bzw. Kennzahlen in verschiedene Dimensionen gruppiert, die in ihrer Gesamtheit ein umfassendes Bild des Untersuchungsobjekts abgeben.“
Wie eine solche Nutzenbewertung aussehen kann, wird am Fallbeispiel „Einsatz von Corporate-Blogs für das Employer Branding“ erläutert.

Die folgende Tabelle zeigt eine verkürzte Balanced Scorecard für Corporate-Blogs.

Finanzperspektive Kundenperspektive
Ziel: Differenzierung gegenüber Wettbewerber auf den Arbeitsmarkt durch Stärkung der Arbeitgebermarke
Kennzahl: Anzahl der Initiativbewerbung steigern und Anzahl der Schaltungen von externen Stellenanzeigen senken
Ziel: Stärkung der Loyalität der Mitarbeiter durch höhere Mitarbeiterzufriedenheit
Kennzahl: Krankmeldungen, Anzahl der Initiativbewerbung, Fluktuation
Prozessperspektive Mitarbeiterperspektive
Ziel: Schnellere Stellenbesetzung durch gute Qualität im Bewerberpool
Kennzahl: Vorstellungsgesprächsrate, Einstelldatum minus Datum der Personalbedarfsmeldung
Ziel: Hohe Beteiligung der Mitarbeiter an der Erstellung von Blog-Beiträgen
Kennzahl: Anzahl der Blog-Beiträge
Oct 17

Der Kontrollverlust des Unternehmens birgt die Gefahr des Missbrauchs der Mitarbeiter und muss gegebenenfalls überwacht werden. Diese Überwachung kann jedoch kontraproduktiv auf die Entwicklung des kollaborativen Geist sein. In der Regel haben Unternehmen bei der Einführung von Internet oder Email bereits Richtlinien für dessen Umgang. Um den kollaborativen Geist in der Belegschaft zu fördern, müssen die Richtlinien überprüft werden. Mögliche Punkte für die Richtlinien könnten sein:

  • Keine Veröffentlichung von Firmengeheimnissen
  • Keine negative Äußerungen gegenüber Kollegen, Vorgesetzten, Kunden und Geschäftspartnern (Wo fängt negativ an?)
  • Keine Beiträge zu Unternehmensfeier oder interne Schulungen (Weiterempfehlung des Coaches)
  • Veröffentlichung von Korrespondenz mit Kunden und Geschäftspartnern nur nach Absprache
  • Zeitliche Beschränkung auf die Nutzung
  • Inhaltliche Beschränkung auf Arbeitsgebiet bzw. Verantwortungsbereich des Mitarbeiters und Halbprivates

Diese Richtlinien sorgen für ein Grad an Kontrolle und Qualität der Beiträge und Kommentare ohne die eigentliche Tätigkeit des Mitarbeiters zu vernachlässigen oder Geschäftstätigkeiten zu gefährden.

Gutes Statement aus der OpenBC-Gruppe Social Software

Without trust, a blog (wiki) is just another content management system

Oct 16

Heute habe ich eine nette Email von Mister Wong bekommen. Virales Marketing, uiuiui :-).

Ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte das wong it! bookmarklet in meinem Blog einzubauen. So ein Bookmarklet könne dazu beitragen die Linkpopularität meines Blogs zu erhöhen.

Ok, Web2.0Gedöns ist mir eh zu amerikanisch. Mit so einem Bookmarklet von Mister Wong unterstützt man die deutsche Web 2.0-Gemeinschaft. Nach Places, Qype und OpenBC ist es da noch recht mau im Web2.0-Deutschland.

Derzeit habe ich zwischen 350 und 380 unique visits am Tag, einen Pagerank von 2 und bei Blogtopsites habe ich +-60. Platz.

Anzahl der Abos über Feedburner schwankt um den Bereich 55 Leuts.

Mal schauen was so ein Bookmarklet bringt.

Ihr könnte es selber beobachten. Ganz unten in der linkeren Mehrwertleisten habe ich eine Statistik von Alexa eingebaut. Das wird einmal am Tag aktualisiert. Es ist nicht besonders relevant.

Schaffe ich es im nächsten Monat auf 390 unique visits am Tag? Schaffe ich einen Pagerank von 3? Komme ich in die Top50 von Blogtopsites?

Schaffe ich 70 Abos über Feedburner?

Wenn ja, dann habe ich das Bookmarklet lieb. Wenn nicht, dann fliegt es eben wieder raus.

Was ist euere Erfahrung mit Bookmarklets?

Oct 15

Die Idee Community im Sinn vom Web 2.0 auf die Belegeschaft übertragen

Der Einsatz von Blogs in der internen Unternehmenskommunikation kann konzeptionell vom Einsatz von Blogs in der Wissenskommunikation übernommen werden. Lediglich in der Zielsetzung der Kommunikation, der Zusammensetzung der Autorenschaft und der Verantwortungsverteilung gibt es Unterschiede. Die Verantwortung der internen Unternehmenskommunikation wird in der Regel einer festen Anzahl ausgesuchten Mitarbeitern übertragen.

Der Aufgabenbereich der internen Unternehmenskommunikation (IUK) hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Laut Schick beschränkt sich IUK nicht mehr ausschließlich auf Mitarbeiterinformationen, sondern erfuhr in den letzten Jahren eine Weiterentwicklung zum strategischen Führungsinstrument . Umstrukturierungen im Unternehmen oder Änderungen in den Geschäftsprozessen stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. „In diesen Umbruchsituationen gewinnt IK [interne Kommunikation] aus der Sicht des Topmanagements an strategischer Bedeutung“ , behauptet Schick. Die möglichen Veränderungen in einem Unternehmen können sein:

  • Fusionierung
  • Kauf oder Verkauf von Unternehmen
  • Entwicklung globaler Strukturen
  • sprunghafter Personalabbau
  • strategische Neusausrichtung

Stehen Veränderungen im Unternehmen an, können Blogs die Mitarbeiter während des Veränderungsprozess begleiten. Bei entsprechender Kommunikationskultur erhalten die betroffen Mitarbeiter durch ein Blog die Möglichkeit ihre Gedanken, Sorgen und Vorschläge frei zu äußern. Die Veränderungsverantwortliche können schnell auf diese Beiträge und Kommentare reagieren und erheblich auf die Stimmung und Akzeptanz der Veränderung einwirken. Da ein Mitglied der Unternehmensleitung nur auf eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitern in Kontakt treten kann, können Blogs helfen die Entfremdung zwischen der Unternehmensleitung und Belegschaft zu minimieren. Nachdem die Belegschaft durch Benennung und Begründung der angestrebten Veränderung eingestimmt wurden, können durch regelmäßige Beiträgen in einem Blog die Mitarbeiter zu Diskussionen angeregt werden. Ergänzend dazu können in Großgruppen-Workshops Mitarbeiter als Einzelperson oder in kleinen Gruppen wichtige Fragestellungen des Unternehmens bearbeiten um hinsichtlich der Maßnahmen Vorschläge zu generieren.

Dabei entstehen größere und kleinere Gruppen die auf Basis der Selbstorganisation und Kollaboration jeweils eine Fragestellung bearbeiten und ihre Zwischenergebnisse in einem Blog veröffentlichen. Laut Doppler und Lauterburg werden durch diese Workshops betroffene Mitarbeiter in großen Gruppen aktiviert und beteiligt. Aufgrund der charakteristischen Wesensmerkmale eines Blogs wie kollaborativen Geist kann dessen Einsatz dazu beitragen eine offene, lebendige und partizipative Führungskultur zu entwickeln.

Die Idee der Community im Sinne von Web 2.0 wird somit auf die Belegschaft übertragen.

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