Der neue Buzz im Buzz: Web 2.0 Mining

Nun, ich habe mich eine Weile mit Web 2.0 beschäftige und beschäftige mich jetzt beruflich mit Data Warehouse, Data Mining und Business Intelligence und ähnlichem. Da liegt es nahe beides mal zusammenzubringen und raus kommt: Web 2.0 Mining.

Nur 103 Treffer

Derzeit gibt es gerade mal nur 103 Treffer in Google zu dem Begriff „Web 2.0 Mining“ (Stand 01.11.2007). Nur eine Seite auf Deutsch, aber ich bin mir sicher: Da kommt noch was :-).

Schauen wir uns mal den ersten Treffer an: Web 2.0 Mining: Analyzing Social Media

Ein lesenswerter Artikel, wie ich finde. Der Artikel behandelt jedoch ausschließlich nur das Thema „Blogs“ und „Splogs“ – die Kurzform von „Spam-Blogs“.

Ein guter Anfang,

der ausgebaut gehört. Und zwar nach den Gesichtspunkten:

  • Information as a Service (IaaS) vs. Software as a Service (SaaS)
  • Collective Intelligence vs. Business Intelligence
  • Datenveredlung durch Datendienste, wie Google-Maps usw.
  • Mashups als Web 2.0 Mining Tool
  • Web 2.0 Applikationen als Datenquelle für Data Mining
  • Collective Intelligence als Datenquelle für Data Mining
  • Collective Intelligence für Cleansing in ETL-Prozessen

Aber viel spannender finde ich folgenden Gedanken

So wie es Millionen von User gibt, die in Wikis, Blogs und Foren Informationen austauschen und jeder für sich Wissen daraus extrahiert, gibt es doch ebenso Millionen von Unternehmen (Klein-Unternehmer und Mittelstand), die Informationen/Daten unter Nutzung von Web 2.0 Technologien austauschen könnten.

Ist der Geist des freien Austausch von Information in Web 2.0-Manier auch auf Unternehmen übertragbar?

Jedes Unternehmen sitzt doch auf einen kleinen oder großen Berg von Daten. Wenn sie diese Daten (anonymisiert natürlich) der Öffentlichkeit bereitstellen würden und das würden viele Unternehmen tun, dann wäre tolle Sachen damit möglich: Web 2.0 Mining.

Natürlich ist diese Idee nicht neu, aber im Zuge des Web 2.0 Hypes rückt diese Idee wieder in Fokus der „Analysten“.

Folgende Bedenken liegen auf der Hand

1. Tod des Web 2.0 Mining durch die Unmöglichkeit einer 100% Anonymisierung.
2. Tod des Web 2.0 Mining durch böswillige Desinformation

Diesen Gedanken wollte ich mal los werden.

Schönen Feiertag noch.

Euer Buzz-Forscher