Was bringen Corporate-Blogs? Web 2.0 und Balanced Scorecard

In seinem Blogbeitrag stellt Sven Kaulfuß die Frage Wo sind nur die Blogger hin? Wo sind sie geblieben?. Die Frage wird von Rober Basic beatwortet.
Cyberbloc: Mitarbeiter an Weblogs heranführen. Sven fordert die Leser zum Gedankenaustausch auf.
Gerne :-).

Der Einsatz von Web 2.0 stellt ein betriebswirtschaftliches Entscheidungsproblem dar:

  • Kann ein Problem mit Web 2.0 gelöst werden?
  • Wie kann ein Problem mit Web 2.0 gelöst werden?

Diese Fragen müssen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien bemessen werden. In der Praxis bedeutet das der Vergleich zwischen Kosten und Nutzen. Dabei werden die Unternehmen mit der Problematik konfrontiert, dass der Nutzen oft schwieriger zu ermitteln ist als die Kosten und der Wirkungszusammenhang zwischen Einsatz von IKT und der unternehmerischen Wertschöpfung nicht klar erkennbar ist. Krcmar fasst die Problematik in vier Punkte zusammen :

  • Geringe Kosten rechtfertigen nicht den Einsatz von IKT.
  • Der Nutzen von IKT ist qualitativer Natur und muss anders bewertet werden wie wertmäßige Kosten.
  • Je strategischer eine Investitionen in IKT ist, desto schlechter ist sie bewertbar
  • IKT unterstützt in der Regel unternehmensübergreifende Funktionen, dessen Wertschöpfung nicht auf den Markt veräußert wird.

Da konkrete Kosten-Nutzen-Daten fehlen, empfiehlt Krcmar den Einsatz von Balanced Scorecard: „Dabei werden Informationen bzw. Kennzahlen in verschiedene Dimensionen gruppiert, die in ihrer Gesamtheit ein umfassendes Bild des Untersuchungsobjekts abgeben.“
Wie eine solche Nutzenbewertung aussehen kann, wird am Fallbeispiel „Einsatz von Corporate-Blogs für das Employer Branding“ erläutert.

Die folgende Tabelle zeigt eine verkürzte Balanced Scorecard für Corporate-Blogs.

Finanzperspektive Kundenperspektive
Ziel: Differenzierung gegenüber Wettbewerber auf den Arbeitsmarkt durch Stärkung der Arbeitgebermarke
Kennzahl: Anzahl der Initiativbewerbung steigern und Anzahl der Schaltungen von externen Stellenanzeigen senken
Ziel: Stärkung der Loyalität der Mitarbeiter durch höhere Mitarbeiterzufriedenheit
Kennzahl: Krankmeldungen, Anzahl der Initiativbewerbung, Fluktuation
Prozessperspektive Mitarbeiterperspektive
Ziel: Schnellere Stellenbesetzung durch gute Qualität im Bewerberpool
Kennzahl: Vorstellungsgesprächsrate, Einstelldatum minus Datum der Personalbedarfsmeldung
Ziel: Hohe Beteiligung der Mitarbeiter an der Erstellung von Blog-Beiträgen
Kennzahl: Anzahl der Blog-Beiträge