Viele Ideen die in Web 2.0 aufgenommen wurden, gab es bereits in den Anfangsjahren des WWW. So hatte Netscape bereits 1993 die Idee das Internet als Infrastruktur und den Browser als Ersatz für den Desktop einzusetzen. Diese Idee wurde immer wieder neu aufgegriffen und mit neuen Marketingkonzepten. Mit neuen Begriffe, wie Application Service Provider (ASP), Software in Demand oder zuletzt Software as a service (SaaS) versuchten Anbieter in den letzten Jahren eine Marktdurchdringung für Webapplikationen als Desktoperstatz.
Die Gründe des Scheiterns liegen nicht an der Qualität der Ideen, sondern gegebenenfalls an den Bedingungen des Marktes. Es sind Bedingungen, die Unternehmen kaum oder gar nicht beeinflussen können.
Die Volkswirtschaftslehre hat für die Konjunkturforschung theoretische und ökonomische Modelle mit endogenen und exogenen Variablen eingeführt. Dieser theoretische Ansatz lässt sich auch auf den unternehmerischen Erfolg übertragen. Die exogenen Faktoren sind nicht von Unternehmen beeinflussbar und setzen die allgemeinen Rahmenbedingungen des Marktes.
Die endogenen Faktoren stattdessen werden vom Unternehmen selbst geschaffen. Ein Unternehmen schafft sich beispielsweise mit Forschung- und Entwicklungsaktivitäten oder Marketingstrategien endogene Wettbewerbsvorteile.
Exogene Erfolgsfaktoren von Web 2.0
Die allgemeinen Rahmenbedingungen betreffen alle Unternehmen und können nicht oder kaum beeinflusst werden. Für den Erfolg einer Web-Applikation sind folgenden exogenen Erfolgsfaktoren bedeutend:
- Internetpenetrationsrate: Anteil der Bevölkerung mit Internetzugang
- Computer-Kompetenz: Fähigkeiten der Anwender Informations- und Kommunikationstechnologien zu nutzen
- Hardware und Infrastruktur: Kosten und Leistungsumfang